Verbrennungsmotor für ÖVK noch 20 Jahre dominant

pink angelsBenutzerin 'EVarot' hat uns auf folgende Meldung hingewiesen:
"Noch mindestens weitere zwanzig Jahre wird der Verbrennungsmotor die Basis für Fahrzeugantriebe bleiben, aber ohne Elektrifizierung geht in Zukunft nichts mehr." Diese Ansicht vertrat Univ.-Prof. Dr. Hans Peter Lenz, Vorsitzender des Österreichischen Vereins für Kraftfahrzeugtechnik (ÖVK), Donnerstag Vormittag bei der Eröffnung des heuer bereits zum 36. Mal stattfindenden Internationalen Wiener Motorensymposiums in seiner Ansprache im Kongresszentrum Hofburg Wien. Der Trend zu kleineren Motoren mit geringeren Hubräumen gehe weiter, sagte der Experte, und die Motoren zeigten sich immer effizienter und immer mehr elektrifiziert: "Die Grundlast liefert der Verbrennungsmotor für lange Strecken, während beim Beschleunigen und Bremsen elektrische Komponenten mitwirken. Auch die Nebenaggregate werden mehr und mehr elektrisch angetrieben."

Anm.d. Red.: Wenn Sie die Ansichten dieses UNIVERSITÄTSPROFESSORS Herrn Doktor Hans Peter Lenz lesen, wissen Sie sofort, warum Österreich im Bereich Elektromobilität zu den Schlusslichtern in Europa gehört - und Betriebe wie AVL List, Magna & co Millionen Euro für die Entwicklung des (47.?) Plugin-Hybrids erhalten - vom Klimafonds (=Steuergeld)

Die Begeisterung für rein elektrische Antriebe habe hingegen einen Dämpfer erhalten. Die Hilferufe nach staatlicher Förderung zeigten, dass die Kunden ein Fahrzeug, das eine kleinere Reichweite hat, das längere Zeit braucht um aufzuladen, mit eingeschränktem Raumangebot und zudem noch teuer, nicht akzeptieren.

"Wenn es überhaupt eine Alternative zu den heutigen Verbrennungsmotoren gibt, liegt diese beim Plug-in-Hybrid," so Prof. Lenz bei der Eröffnung. "Hier wird mit relativ kleinem Aufwand elektrisches Fahren ermöglicht, ohne auf Reichweite verzichten zu müssen, und auch ohne elektrische Aufladung ist Fahren möglich. Allerdings wird ohne gesetzlichen Druck kein Kunde bereit sein, den Mehraufwand zu tragen."

Im Fokus des Motorensymposiums, an dem 1000 sogenannte 'Experten' aus aller Welt teilnehmen, steht der Antriebsstrang in seiner Gesamtheit. Ein Thema, mit dem sich die vier Keynote-Speaker der Plenar-Eröffnungssektion aus Sicht der Zulieferindustrie und der Fahrzeughersteller beschäftigten.

Toyota: Elektromobilität verschlafen - dafür jetzt schmutzige Brennstoffzelle

Der Einsatz einer einzigen Antriebsstrangtechnologie für alle Regionen der Welt sei keine zielführende Lösung für die Energie- und Umweltfragen. Dies stellte der leitende Toyota-Motorenentwickler Masanori Sugiyama für den weltgrößten Fahrzeughersteller klar und erteilte damit einem "Weltauto" eine Absage.  Seit Dezember des Vorjahrs produziert Toyota in Japan sogar das weltweit erste Brennstoffzellen-Auto in Serie und setzt dabei eine selbst entwickelte Brennstoffzelle ein. Im Herbst 2015 soll das Fahrzeug, der mit Wasserstoff betriebene Toyota Mirai, auch in Europa und in den USA auf den Markt kommen, so Masanori Sugiyama.

Toyota betrachte die Brennstoffzelle als erfolgversprechende Möglichkeit, die fundamentalen Probleme von Elektrofahrzeugen - mangelnde Reichweite und lange Ladezeiten - zu lösen und gleichzeitig emissionsfrei zu fahren, betonte Sugiyama.

 

Link: Warum schmutziger Wasserstoff als saubere Lösung verkauft wird

 

 

[quelle: övk, ots, stromfahren]