Weckruf eines österreichischen Öko-Pioniers

Gastkommentar# Wie die meisten wissen, fahre ich nicht nur elektrisch weil es CO2-neutral ist - ich habe mein Haus energieautark gemacht und mich nicht gefragt, ab wann sich das rechnet. Das muss es auch nicht. Es ist die Verantwortung, die ich gegenüber meinen Mitmenschen und meiner Umwelt zu tragen habe.

Leider tickt unser 'Schlaraffenland' hier etwas anders und stößt auf Verwunderung und sogar Ablehnung. Das Schöne daran ist, dass diesen Zustand JEDER sofort ändern kann - siehe meinen Beitrag hier. Aber wie es halt immer ist: Es muss erst etwas passieren das sich etwas ändert - und das ist immer mit Leid verbunden.

Unsere Welt verändert sich. Der Klimawandel und der Rohstoffkrieg unseres Planeten löst eine Völkerwanderung aus. Klar ist: Wenn Infrastruktur zerstört wird ist ein Leben in den Krisenregionen nicht mehr möglich. Diese Krise war vorauszusehen und ich rufe jeden Einzelnen auf, sich an der Unterstützung zu beteiligen. Immerhin sind wir es, die dafür verantwortlich sind. Jeden Tag benötigen wir Energie  für unseren Lebenswandel den wir nicht selbst erzeugen sondern zukaufen aus Ländern die weder demokratisch noch sonst was sind.

Würde sich JEDER darüber Gedanken machen, dann würde man regional arbeiten und Energie selbst produzieren. Denke doch jeder Einzelne mal nach, wieviel Energie er benötigt und welche Aufwände er betreiben muss, um diese selbst zu erzeugen. Erst danach sieht man, dass unsere monetäre Welt mit falschen Zahlen agiert - nämlich mit Zahlen, die aus der Ausbeutung der dritten Welt entstanden sind. Dafür ist nicht die Dritte Welt verantwortlich - sondern WIR.

Ich sage es nur ungern: Viele glauben, mit Mülltrennen haben wir die Welt schon gerettet bzw. die anderen sollen doch endlich mal was tun. Das ist leider verantwortungslos. Gehen Sie selbst mit gutem Beispiel voran.

 


Gastautor: Andreas Ranftl, NÖ
Energiebeauftragter einer großen Baufirma, privat seit vielen Jahren energieautonom mit eigenem Solar-Mover und Kleinwasserkraftwerk (siehe Jahresbericht 2011/2012)

 

 

[quelle: andreas ranftl/nö]