Danke fürs Wegschauen, Herr Umweltmister

Kaum retour aus Paris, schon der erste peinliche Ausrutscher. Es geht um 'alternative' Antriebe. Siehe Link

In der Elektromobilitäts-Branche spielt oft die Herkunft der Fahrzeuge eine Rolle. "Made in China" ruft nach wie vor gemischte Gefühle hervor, z.B. beim Kauf von E-Scootern. Oft aber unbegründet - selbst Marktführer IO-Scooter bezieht seine Basisteile aus China - allerdings mit europ. Qualitätskontrolle vorort.

"Swiss Made"

Der berühmte Slogan "Wer hat's erfunden?" gibt auch bei Elektromobilität einen Hinweis auf Qualität, Kreativität sowie weniger politische Verhinderer  und vor allem ein permanentes Handeln bei den Schweizer Eidgenossen.

Beispiele:
- Die Schweizer Gyrobusse, bereits in den 50ern gebaut von Oerlikon und eingesetzt in der Schweiz und Belgien
- Schweizer Ski-Ort Zermatt: Seit Januar 1988 werden hier Elektro-Niederflurbusse (Platzzahl: 50/80) eingesetzt auf einem Rundkurs von  4.5 km. Bei normalen Strassenverhältnissen reicht eine Batterieladung aus, um ein Tagespensum von maximal 22 Kursen zu bewältigen.

Neueste Errungenschaft in der Schweiz: Die franz. Firma Navya bringt einen autonomen elektrischen Postbus auf die Strasse
 

 

 

 

 

Keine Chance für 'Verhinderer' wie viele Gemeinden in Österreich: Der nächste und weitaus grössere E-Bus fährt 2016 in Genf, ähnlich den 'Test-Bussen' in der Wiener Innenstadt.

 


Schauplatzwechsel Österreich

Hier kennt man vor allem in Wien bei der Post die Elektro-Scooter der schweizer Firma Kyburz - robuste 3-Radler die auch im Winter nicht schlapp machen.

Ansonsten sieht es im Land von Rupprechter - im Vergleich zur Schweiz - recht mager aus: Geforscht wird zwar viel, zB. an 'neuesten Lithium-Akkus' (?!) und Hybriden (Magna erhielt € 21 Mio). Innovative emobility-Startups aus Österreich sehen jedoch wenige bis keine Chancen im eigenen Land. "Wegsehen" ist gängige Praxis in der heimischen Umweltpolitik - siehe Solar-Förderung. Man stellt etwas Geld (wenige Millionen) für nachhaltige Mobilität/Fahrzeuge bereit - vor allem für Konzepte. Den Rest soll dann "der freie Markt regeln". Aktuell liegt Österreich bei rund 0,1% (NULL KOMMA EINS) reinen Elektroautos bei den zugelassenen PKWs.

Sein Vorgänger ist in die Geschichte eingegangen als "Niki Bienen-Killer". Wird Rupprechter jetzt als 'Andi die E-Bremse' folgen? Fest steht: Es bedarf schon sehr viel Mut, bei den aktuellen wirtschaftspolitischen und gewerblichen Rahmenbedingungen sowie Steuern auf Arbeit am Standort Österreich ein Unternehmen im Bereich Elektrofahrzeuge zu gründen.

Trotzdem gibt es Mutige:

- Greenway Elektrobus

- UDO Elektro-Leichttransporter

- Solar Traktor

 

 


[quelle: zürcher zeitung, abb, kyburz, navya, gemeinde zermatt, llohtec, solar traktor]