Österreich-Premiere: Nissan eNV200 PKW im Stromfahren Praxistest

Nissan env200 - Premiere in ÖsterreichEnde September war es soweit: Stromfahren hatte die Möglichkeit, den ersten Nissan eNV200 als Personen-transporter in Österreich zu testen.

Es ist ein normaler Werktag, am Steuer des Nissan e-Transporters sitzt ein Berufsfahrer und potentieller Käufer - ohne Erfahrung mit Elektroautos, Beifahrer ist ein Stromfahren-Reporter. Vom Laarer Berg geht es zunächst auf die Südost-Tangente. 80 km/h - traumhafte Beschleunigung selbst im ECO-Modus so kraftvoll wie ein vom Gewicht her vergleichbarer Benziner. Richtung Süden bis zur SCS, die Triesterstrasse retour bis zur Chademo-Schnelladesäule von Smatrics auf einem Billa-Parkplatz. Noch knapp 40% Ladung - und in weniger als 20 Minuten können wir die auf 85% laden (15 Minuten bis 80%, danach 'Standard'-Ladung)- mit bis zu 40 kW Gleichstrom, aus 100% Wasserkraft. Sauber!

Eine Mittagspause mit Einkauf und anschliessendem Essen (natürlich NICHT im sauber geputzten Testfahrzeug) ist dem Test-Team sehr willkommen, obwohl die Fahrt im Wagen durchaus entspannend ist. Kein Lärm von einem Motor, nur ein von innen kaum wahrnehmbares (und abschaltbares!) "Summen": Ein Geräuschgenerator... für Fußgänger und Sehbehinderte. Mit 85% Batterieladung geht es weiter auf der Triester Strasse, Grüner Berg, Wiental, Johnstrasse, Wattgasse, durch den 18. und 19. Bezirk bis zur Höhenstrasse. Durchschnittsgeschwindigkeit: ca. 50 km/h - das ist relativ schnell für Wiener Verkehrs-Verhältnisse (kein Stau, gutes Wetter).

Als Messlatte für die Praxis-Tauglichkeit dient diesmal die Wiener Höhenstrasse. Auch diesmal wird - wie bei jeder Testfahrt von Stromfahren - 'hart am Limit' gefahren. Sehr zügig geht es gleich nach den Grinzinger Heurigen die Kurven mit maximaler (erlaubter) Geschwindigkeit hinauf. Der eNV200 hält die Spur - fährt fast wie auf Schienen. Am Kobenzl angelangt - eine Kurze Pause - das Panorama von Wien genießen (siehe erstes Foto). Dann wieder bergab. Jetzt kommt die Rekuperation des Elektromotors voll zur Geltung. Zusätzliches Bremsen ist noch vereinzelt notwendig, aber auch hier ist - selbst auf etwas feuchten Pflastersteinen -  kein Ausbrechen des Hecks bemerkbar. Alles kompakt. Kurz darauf erscheinen wieder die ersten Villen.

Es geht bergab bis zum  Gürtel. Von da an jedoch nur noch Ampel zu Ampel - der Berufsverkehr am Nachmittag setzt ein. An der Kreuzung stehen = Null Energieverbrauch. Links und rechts stehen Diesel/ Benziner und gurgeln langsam vor sich hin, während deren Verbrauch nach oben geht. Apropos Verbrauch: Nissan gibt den 'Genormten Durchschnittsverbrauch mit 17,9 kWh/100 km im Prospekt an. Das Stromfahren-Team hat hingegen einen tatsächlichen Verbrauch von ca. 15,6 kWh errechnet - wohlgemerkt im ECO-Modus, der auch bei gewerblicher Nutzung (nach  entsprechender Einschulung der Fahrer/e-Fahrtraining) durchaus realistisch erscheint.


Endstation ist am späten nachmittag wieder der Laaer Berg bei Nissan Wien. 7 Stunden Praxistest hat der Nissan e-NV 200 bestanden. Details demnächst im Jahresbericht Elektromobilität Österreich 2013/2014



[quelle: stromfahren, nissan wien]